Zustand der Moore jetzt Thema im Landtag

„Welchen Beitrag wird Niedersachsen zum nationalen Moorschutz leisten?“, fragt sich die Grüne Eva Viehoff, die im Niedersächsischen Landtag sitzt und auch für den Landkreis Stade zuständig ist. Das Bundesumweltministerium will Moore besser schützen und arbeitet an einer nationalen Moorschutzstrategie. Demnach sollen alle Bundesländer Moorentwicklungskonzepte vorlegen und Moorgebiete in einem länderübergreifenden Biotopverbund vernetzen.

Eva Viehoff: Moorschutz ist Klimaschutz
„Welchen Beitrag wird Niedersachsen zum nationalen Moorschutz leisten?“, fragt sich die Grüne Eva Viehoff, die im Niedersächsischen Landtag sitzt und auch für den Landkreis Stade zuständig ist. Das Bundesumweltministerium will Moore besser schützen und arbeitet an einer nationalen Moorschutzstrategie. Demnach sollen alle Bundesländer Moorentwicklungskonzepte vorlegen und Moorgebiete in einem länderübergreifenden Biotopverbund vernetzen. Die Grünen sehen das Land Niedersachsen hier in besonderer Verantwortung und machen den Moorschutz nun mit einer Großen Anfrage zum Thema im Landtag.
 
„Moore sind in vielen Regionen Niedersachsens landschaftsprägend. So auch in Stade u.a. mit dem 5.000 Jahre alten Hohen Moor, dem Wasserkruger Moor oder dem Esseler Moor.“, erklärt Eva Viehoff, denn über 70 Prozent der bundesweiten Hochmoore liegen in Niedersachsen.
 
„Intakte, naturnahe Moore sind Hotspots der Artenvielfalt und wirken gleichzeitig als gigantische CO2-Speicher. Tatsächlich sind viele Moorgebiete aber in einem schlechten Zustand. Dort wo Moore entwässert sind, zersetzt sich der Torfkörper und dabei wird CO2 freigesetzt.“ 12 Prozent der niedersächsischen Treibhausgasemissionen stammen aus Mooren und Moorböden. Ein Großteil der niedersächsischen Hoch- und Niedermoore wird landwirtschaftlich genutzt. Auch der Torfabbau trägt zum Schwund der Moorflächen bei. So sind durch industriellen Torfabbau von den ehemals großflächigen Kehdinger Mooren im Landkreis Stade lediglich kleine Reste erhalten geblieben.
 
Die Grünen wollen Moore daher auch aus Gründen des Klimaschutzes besser schützen. Dazu die Abgeordnete: „Ein lebendiges Moore wächst jedes Jahr lediglich um einen Millimeter. Unsere Moore sind also über Jahrtausende entstanden. Was wir heute zerstören, ist unwiederbringlich verloren. Wir müssen daher die noch vorhandenen Moore und Moorböden bestmöglich bewahren.“
 
Mit der Großen Anfrage wollen die Grünen nun für Aufklärung sorgen: Welchen Beitrag wird Niedersachsen zum nationalen Moorschutz leisten? Wie steht es um die Renaturierung von Moorgebieten? Welchen Klimaschutzbeitrag kann die Landwirtschaft auf Moorböden liefern? Die Antworten werden in einigen Wochen erwartet.

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