Grüner Antrag: Situationsbericht zur Lage im Sozialpsychiatrischen Dienst

28.11.21

Den tragischen Todesfall eines Asylsuchenden in der Nacht zum 3. Oktober 2021 in Harsefeld nimmt die Grüne Kreistagsfraktion zum Anlass eines Antrages für die kommende Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und Sport. Britta Sanders, Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, möchte, dass die Kreisverwaltung einen Situationsbericht zur Lage des Sozialpsychiatrischen Dienstes vorlegt.
„Der tragische Todesfall zeigt, dass immer wieder auch Flüchtlinge mit multiplen ernsthaften psychischen Problemen zu kämpfen haben, die medizinisch, als auch psychologisch zu behandeln sind“, schreibt Britta Sanders an Landrat Seefried (CDU).

„Wenn es stattdessen allein den polizeilichen Kräften obliegt, mit daraus entstehenden Gefahrenlagen umzugehen, dann ist unserer Ansicht nach grundsätzlich etwas verkehrt im Landkreis Stade“, betont die Jorkerin.
Das sei unabhängig von der Frage zu betrachten, ob die polizeilichen Kräfte im konkreten Einsatz ihren Sorgfaltspflichten nachkamen. Die Grünen gehen davon aus, dass angesichts des erneuten Verlustes eines Menschenlebens der Ablauf des Einsatzes sehr genau geprüft wird und das Ergebnis zu gegebener Zeit im Landtag, aber auch im Kreistag schnellstmöglich mitgeteilt wird. „Wir wollen damit auch hier bei eventuellen Versäumnissen, im Sinne einer Fehlerkultur, Verbesserungen erreichen“, begründet Britta Sanders den Antrag der Grünen Kreistagsfraktion.
Die Grünen befürworten eine Unterstützung des Sozialpsychiatrischen Dienstes durch die niedergelassenen therapeutischausgebildeten ärztlichen und psychologischen Kollegen*innen. Als Möglichkeit sieht die Fraktion z.B. Tätigkeiten auf Honorarbasis.

Für die Grüne Fraktion wäre eine Ersteinschätzung bei Ankommen eines Flüchtlings in einer Unterkunft denkbar, die im Rahmen eines Erstgespräches erfolgt. Wegen sprachlicher Barrieren selbstverständlich mit einem Dolmetscher.
"Wir setzen uns für eine 24Std/7 Tage die Woche-Erreichbarkeit des Sozialpsychiatrischen Dienstes ein, von der letztendlich alle Bürger*innen im Landkreis profitieren“, ist sich Britta Sanders sicher. Zudem sieht sie die Notwendigkeit einer kontinuierlichen „aufsuchenden Hilfe“ tagsüber als auch in den abendlichen Stunden in den Unterkünften der Geflüchteten.
„Unser Ziel ist das friedliche Zusammenleben aller Menschen, egal welcher Herkunft und Religion, im Landkreis Stade“, so Britta Sanders abschließend in dem Antrag.

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2021 Fraktion Soziales

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