Havarie der Indian Ocean beschäftigt Landtag

"So tragisch dieses Unglück auch ist: Offenbar braucht es solche Katastrophen, damit Menschen darüber nachdenken, welche Folgen ihr grenzenloses Treiben hat“, betont Susanne Menge, Sprecherin für Verkehr, Häfen und Schifffahrt der Grünen Landtagsfraktion. Am 3.2. lief wegen eines Ruderschadens die "Indian Ocean", ein 400 m langes und 59 m breites Containerschiff, voll beladen auf der Elbe vor Grünendeich auf Grund.

"So tragisch dieses Unglück auch ist: Offenbar braucht es solche Katastrophen, damit Menschen darüber nachdenken, welche Folgen ihr grenzenloses Treiben hat“, betont Susanne Menge, Sprecherin für Verkehr, Häfen und Schifffahrt der Grünen Landtagsfraktion. Am 3.2. lief wegen eines Ruderschadens die "Indian Ocean", ein 400 m langes und 59 m breites Containerschiff, voll beladen auf der Elbe vor Grünendeich auf Grund.

Erst eine Woche später, nachdem Abschleppversuche scheiterten, Ladung und Ballastwasser abgepumpt, mehr als 65.000 Kubikmeter Sand und Schlick abgetragen waren, günstige Windverhältnisse und eine Springtide den Wasserstand der Elbe auf 1,2 m anhob, konnte das Schiff in den Hamburger Hafen geschleppt werden. "Wir müssen Unfälle wie diesen nutzen, die politische Auseinandersetzung hierüber überall zu führen“, fordert Susanne Menge, um Menschen davon zu überzeugen, dass die Elbvertiefung keine Lösung sei. Die Grüne Landtagsaabgeordnete sieht vielmehr die Probleme für das Ökosystem, für die Wasserqualität, für die Wirtschaftlichkeit und letztlich für den Menschen ansteigen. Susanne Menge: „Die Anforderung an die Bewältigung werden immer größer und die Herausforderungen zur Krisenbewältigung komplexer“.

Lange Transportketten, tonnenweise Güterimporte in ein übersättigtes Land im Interesse eines globalisierten Marktes ohne Grenzen haben nach Susanne Menge unweigerlich Folgen auf das Ökosystem Erde. „Die Schiffe müssen sich den Flüssen anpassen, nicht die Flüsse den Schiffen“, so ihre Feststellung. Schiffe dieser Größe hätten auf der Elbe nichts zu suchen. Der Tiefwasserhafen für solche Kapazitäten liege in Wilhelmshaven.

Die Landtagsabgeordneten aus SPD und Grünen haben eine Berichterstattung im Unterausschuss Häfen und Schifffahrt beantragt. Beide Fraktionen erwarten Experten aus dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium.
Die Elbe ist ein wichtiger Wassertransportweg zum Hamburger Hafen. Die Kapazitäten in Hamburg sind eigentlich längst erschöpft: Die Hansestadt ist belastet von einer nicht zu bewältigenden Logistikproblematik des Hafenverkehrs, von einer überlasteten Straßeninfrastruktur, in dieser Folge von einem hohen Schadstoffausstoß sowie wirtschaftlichen Zusatzkosten aufgrund von Staus, Unfällen und langen Wartezeiten.
"Was sich für wenige betriebswirtschaftlich noch rechnen mag, wenn man die Kosten auf den Preis des Produktes aufschlagen kann, rechnet sich definitiv nicht volkswirtschaftlich.", so Menge.

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