Pflanzenschutztestflächen neben einem Wohngebiet

Am Süderdeich West in Balje wurden Ackerflächen mit Winterweizen bestellt und für Pflanzenschutzversuche weiter verpachtet. Diese Versuche mit Pflanzenschutzmittel will die Grüne Kreistagsfraktion auf die Tagesordnung im Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt bringen. „Offensichtlich testet die Firma Eurofins aus Stade mit dem Ackerpächter dort im Auftrag Pflanzenschutzmittel“, vermutet Verena Wein-Wilke.

Am Süderdeich West in Balje wurden Ackerflächen mit Winterweizen bestellt und für Pflanzenschutzversuche weiter verpachtet. Diese Versuche mit Pflanzenschutzmittel will die Grüne Kreistagsfraktion auf die Tagesordnung im Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt bringen. „Offensichtlich testet die Firma Eurofins aus Stade mit dem Ackerpächter dort im Auftrag Pflanzenschutzmittel“, vermutet Verena Wein-Wilke.

Wie die Grünen von Anwohnern erfuhren, fanden die Pestizideinsätze dort in kurzen Zeitabständen bis 04.06.2017 in unterschiedliche Mengen und in unterschiedlicher Verdünnung statt.
10 Fragen haben die Grünen dazu an Landrat Roesberg gerichet. Der Gifteinsatz wurde nach Auskunft in der zuständigen Stelle in Hannover beantragt und genehmigt. Die Überwachung obliegt der Außenstelle der Landwirtschaftskammer in Bremervörde. „Anwendungen sind nur bei bestimmten Windverhältnissen und Wetterbedingungen mit entsprechender Schutzkleidung zulässig um eine Abdrift und Gefährdung auszuschließen. Rahmenbedingungen, die nach Auskunft des Anliegers nicht eingehalten wurden“, schreibt Verena Wein-Wilke.

In diesem Zusammenhang stelle ich auch im Namen meiner Fraktion den Antrag, den Punkt Versuchsfelder für Tests von Pflanzenschutzmitteln auf der Tagesordnung des nächsten Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt zu berücksichtigen und bitte um Beantwortung nachfolgender Fragen:

  1. Wie viele solcher Versuchsflächen/-felder gibt es im Landkreis Stade?
  2. Welche Stoffe werden an welchem Ort, auf welchen Flächengrößen getestet?
  3. Welchen Zeitraum umfassen die Genehmigungen für das jeweilige Testfeld?
  4. Wie wird der Schutz der Böden und der Gewässer gewährleitstet und auch langfristig nach Schutzmittelversuch gesichert?
  5. Werden die untere Wasser- und die untere Naturschutzbehörde im Rahmen des Genehmigungsverfahrens beteiligt? Wenn ja, welche Auflagen sind erfolgt?
  6. Wie erfolgt die Kontrolle der Umsetzung der Testversuche vor Ort?
  7. Die oben angesprochenen Flächen befinden sich am Obstmarschenweg und dem Verbandsgewässer Mühlenwischer-Vorfluter Polder 3 abgeleitet in die Oste. Wie wird sichergestellt, dass keine Pflanzenschutzmittel in die Gewässer und ins Oberflächenwasser gelangen?
  8. Wenn es durch Unfall oder der Gleichen zu Abdrift oder Verschütten auf öffentliche Verkehrsflächen gekommen sein könnte, welche Stelle ist zuständig für Ermittlung und Gefahrenabwehr?
  9. Warum werden Pflanzenschutzmittel-Testfelder in direkter Nachbarschaft von Wohnhäusern und Fuß- und Radwanderwegen (Abstand ca. 40 Meter), mit dem Aspekt der unmittelbaren Nähe zur Nordseeküste und zur Elbemündung und die dadurch vorherrschenden starken Westwindverhältnisse genehmigt?
  10. Welche Schutzabstände gelten für Gewässer oder Habitate besonders geschützter Arten (Pflanzen/Tiere)?

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2017 Fraktion Landwirtschaft Umwelt und Naturschutz

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