Artenrückgang von Pflanzen und Tieren gegensteuern

Die Grüne Kreistagsfraktion will das Thema Insektensterben auch 2018 im Kreistag voranbringen. Dazu hat die Grüne Fraktion einen Antrag für den kommenden Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt gestellt. Es sollen erste Handlungsansätze zum Thema Insektensterben und Stummer Frühling in Angriff genommen werden. Die Folgen des Insektensterbens sind bereits jetzt erkennbar, ein massiver Artenrückgang von Pflanzen und Tieren ist bereits auch im Landkreis Stade nachweisbar. Das zeigte der Fachvortrag im Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt am 25.10.2017.

10.01.18 –

Die Grüne Kreistagsfraktion will das Thema Insektensterben auch 2018 im Kreistag voranbringen. Dazu hat die Grüne Fraktion einen Antrag für den kommenden Ausschuss für Regionalplanung und  Umwelt  gestellt. Es sollen erste Handlungsansätze zum Thema Insektensterben und Stummer Frühling in Angriff genommen werden.
Die Folgen des Insektensterbens sind bereits jetzt erkennbar, ein massiver Artenrückgang von Pflanzen und Tieren ist bereits auch im Landkreis Stade nachweisbar. Das zeigte der Fachvortrag im Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt am 25.10.2017.

„Die Ergebnisse der dargestellten Erhebungen auf einer Fläche aus dem Landkreis Stade sind erschreckend und besorgniserregend“, betont Verena Wein-Wilke, Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion. „Über Handlungsansätze und Möglichkeiten des Gegensteuerns wurde bisher nicht gesprochen“, bedauert die Grüne aus Horneburg. Sie erinnert daran, dass ein Grüner Antrag zum Haushalt 2018 – Mittel für die Grundlagenerhebung - deshalb mehrheitlich in den Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt verwiesen wurde.

„Das Thema müssen wir jetzt dringend wieder aufgreifen, diskutieren und weiter beraten“, fordert Verena Wein-Wilke.  „Der Hinweis, dass das Thema weltweit, EU-weit, Deutschland- und Landesweit diskutiert werden muss, ist richtig“, sagt Verena Wein-Wilke. Dennoch entbinde es lokal nicht von einem verantwortungsvollen Umgang und der Übernahme von Verantwortung. „Das Wir-sind-nicht-zuständig“ Gerede der anderen Fraktionen und ledigliches Abwarten hält den Artenrückgang nicht auf. 

Nach Einschätzung der Horneburgerin ist Insbesondere der Obstbau, aber auch die übrige Landwirtschaft bereit, hier mitzuwirken. „Es gibt etliche Möglichkeiten und Handlungsansätze, die vor Ort wirksam werden können und zumindest verzögern und mindern können“, weiß Verena Wein- Wilke.
Deshalb beantrage ich die Aufnahme dieses Tagesordnungspunktes auf der kommenden Sitzung des Ausschusses und bitte um Beantwortung nachfolgender Fragen sowie Darstellung eines möglichen Maßnahmekatalogs:

  1. Der Naturschutzbund führte mit Unterstützung des Lionsclub eine Untersuchung durch, die nachweist, dass sowohl Insekten als auch Brutvogel sowie insektenblütige Pflanzen zurückgehen. Es sollte möglich sein, auf landkreiseigenen Flächen in unterschiedlichen Lebensraumtypen eine ähnliche Erhebung durchzuführen, um langfristig belastbare Daten zu erhalten.
    Ich bitte um Benennung möglicher Flächen und Aufzeigen des entsprechenden Kostenrahmens (Gutachtenvergabe).
  2. Welche Handlungsansätze zur Verbesserung der Biodiversität werden bereits umgesetzt und wie erfolgreich sind diese?
  3. Welche Förderprogramme bestehen bereits und wie ist die Nachfrage?
  4. Wie wären diese (z.B. mit Hilfe des Ökofonds) weiter lokal weiter entwickelbar?
  5. Wie wird das Blühstreifenprogram im Landkreis angenommen und umgesetzt? Ist die Inanspruchnahme zu verbessern?
  6. Gibt es größere Flächen, die als giftfreie Brachen geeignet wären? Bitte geeignete Flächen benennen.
  7. Lässt sich der Ansatz des Ökokontos (bekannt aus der Forstwirtschaft) auf die Landwirtschaft übertragen? Hier bitte ich um Darstellung des Konzeptansatzes und eine Einschätzung der Übertragbarkeit.
  8. Gibt es aus Sicht des Naturschutzamtes weitere Ansätze (Wege- und Straßenseitenräume, Umgang mit öffentlichen/eigenen Freiflächen etc.)? Auch hier bitte ich um eine Darstellung.
  9. Welche Rolle könnten freizuhaltende Randstreifen an Gewässern und landwirtschaftlichen Wegen übernehmen? Wer prüft die Einhaltung der Vorgaben?
  10. Welche Empfehlungen lassen sich an die Kommunen weitergeben?



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2018 | Fraktion | Landwirtschaft | Umwelt und Naturschutz

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