
14.06.20 –
„Mit der erneuten Ausschreibung der Hausmüllentsorgung habe ich und meine Fraktion eine deutliche Verbesserung erwartet und insbesondere auch, dass enge Straßen ebenfalls angefahren werden können“, sagt Verena Wein-Wilke, Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion. Nach der Ausschreibung sollten kleinere Müllfahrzeugen ab 1. Juli möglichst mehr der Straßen befahren, deren Anwohner bisher ihre Müllgefäße zu Sammelplätzen bringen mussten. Stattdessen sind nun über 650 Straßen mit sogenannten "Abfuhrerschwernissen" identifiziert worden. Vorher waren es 420.
„Bei der letzten Ausschreibung für die Müllentsorgung haben wir gehofft, dass dieses Problem gelöst ist“, so Verena Wein-Wilke fassungslos. Landrat Roesberg will nun ein eigenständiges Amt für Abfall- und Kreislaufwirtschaf einrichten. Insgesamt 50 Mitarbeiter sind in der Abfallwirtschaft tätig, die bisher zum Umweltamt gehören. Das Umweltamt besteht aus den Abteilungen Abfallwirtschaft / Bodenschutz (einschließlich Untere Abfallbehörde & Untere Bodenschutzbehörde), Wasserwirtschaft (Untere Wasserbehörde und Untere Deichbehörde), Kreisstraßen und Planfeststellung / Immissionsschutz.
„Es bleibt abzuwarten, ob mit der vom Landrat angekündigten Neuschaffung eines Amtes für Abfall noch Heilung und Reduzierung dieses Misstandes möglich ist“, fragt sich Verena Wein-Wilke. „Offenbar war vor der Ausschreibung nicht genau definiert und überlegt worden, was bei der Hausmüllentsorgung im Detail gefordert werden soll“, vermutet die Horneburgerin.
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