Wahlkreis Cuxhaven-Stade II - Stefan Wenzel als Bundestagskandidat gewählt

Mit 32 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und bei einer Enthaltung wurde Stefan Wenzel zum Bundestagskandidat für den Bundestagswahlkreis 29 Cuxhaven – Stade II gewählt. Dass der erfahrene Landespolitiker der Grünen aus dem Landkreis Göttingen nun an der Küste kandidiert, hat seine guten Gründe. Einer davon heißt Jürgen Trittin.

Mit 32 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und bei einer Enthaltung wurde Stefan Wenzel zum Bundestagskandidat für den Bundestagswahlkreis 29 Cuxhaven – Stade II gewählt. Dass der erfahrene Landespolitiker der Grünen aus dem Landkreis Göttingen nun an der Küste kandidiert, hat seine guten Gründe. Einer davon heißt Jürgen Trittin.

„Ich wollte meinem Heimat-Kreisverband keine Zerreißprobe zumuten“, so der 58-jährige Stefan Wenzel auf der Wahlversammlung in Bad Bederkesa, denn dort stellt sich Jürgen Trittin erneut zur Wahl. Nach seinen langjährigen Erfahrungen in der Landes- und Kommunalpolitik wolle er sich jetzt neuen Herausforderungen stellen. „Ich würde sehr gern mit euch in einem engagierten Wahlkampf die Interessen der Region stärken und dann im Bundestag vertreten“, so Stefan Wenzel in seiner Vorstellungsrede, der seit 1998 Mitglied des niedersächsischen Landtages ist.

„Der Klimawandel birgt für das Cuxland Chancen und Risiken. Die Deiche müssen jeder Sturmflut standhalten - trotz absehbar steigenden Meeresspiegeln, stärkeren Stürmen oder höheren Wellen“, betonte Stefan Wenzel in Bad Bederkesa. Der blanke Hans mache keine Kompromisse, wenn er Schwächen sähe. Deshalb seien für ihn für das Cuxland  Energieeffizienz,  Erneuerbare Energie und Klimaschutz von existenzieller Bedeutung. „Küstenschutz und Klimaschutz sind zwei Seiten einer Medaille“, unterstrich Wenzel, der von März 2004 bis Januar 2013 Vorsitzender der Grünen Landtagsfraktion war und von Februar 2013 bis November 2017 als Niedersächsischer Minister unter Rot-Grün für den Umwelt, Energie und Klimaschutz zuständig war.

Stefan Wenzel sieht in der Region Cuxhavens große Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung des Hafens und für die Arbeitsplätze, weil die weltweite Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien, Onshore- und Offshorewindkraft hoch ist. Hier an der Elbe gibt es für die Umsetzung die maritimen Fähigkeiten.

Der Umbau der Energieversorgung müsse schnell und konsequent erfolgen. Stefan Wenzel: „Die jetzt in Berlin geplante EEG Novelle blockiert diese Entwicklung. Wir müssen die Energieversorgung jetzt enkeltauglich machen und verändern, um zu bewahren“. Das muss mit großer Entschlossenheit, aber auch mit großer Verlässlichkeit passieren. „Das Hü und Hott der letzten Jahre müsse ein Ende haben“, so Stefan Wenzel kämpferisch.

Chancen sieht  er in einem nachhaltigen Tourismus, nicht nur an der Küste, sondern auch im Hinterland von Cuxhaven bis Stade. Das gelte es zu entwickeln. Während und nach Corona wird der Urlaub an der Nordsee viele Menschen anziehen, die weite Flugreisen meiden, ist sich Stefan Wenzel sicher. „Die Anreise mit der Bahn muss sehr attraktiv werden“ hob er hervor.

Für den Grünen ist klar, dass der ländliche Raum bessere Angebote bräuchte, um mobil zu bleiben: „Der Weg zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Arzt und zum Einkaufen muss auch ohne Auto möglich sein“. Mit den Milliarden für Elbbrücke und Autobahn könnte man regional sehr attraktive Mobilitäts-Angebote schaffen und verlässliche Fährangebote von Wischhafen nach Glückstadt und von Cuxhaven nach Brunsbüttel, zählte Stefan Wenzel auf. Er fordert einen Bundesmobilitätsplan, der an der Küste verlässlichen Fährverkehr möglich machen muß.

Mit Sorge blickt Wenzel auf die erneute Vertiefung der Elbe. Die derzeit beim Baggern schon anfallenden Schlickmengen zeigen, dass die natürlichen Grenzen bereits überschritten wurden. Er sieht bei den neuen Schlickdeponien am Weltnaturerbe bei Scharhörn die große Bedrohung der Wattflächen vor Cuxhaven mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna. Dazu Stefan Wenzel: „Hamburg muss verstehen, dass die Grenzen des Mengen-Wachstums bereits überschritten wurde und aktuelle Entscheidungen in Frage stehen“. Eine globale Allianz der Hafenstädte und der Küstenländer müsse den Reedern Grenzen setzen bei Tiefgang, Breite und Emissionen. „Auch die Reeder müssen das Klimaabkommen von Paris erfüllen“, so die Forderung von Stefan Wenzel.

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