Grüne: Mobilität neu denken statt Autobahnbau A20

Der Bund für Umweltschutz Deutschland (BUND) war mit seiner Klage gegen den Klimakiller A20 erfolgreich. Die Grünen im Kreisverband Stade begrüßen die erfolgreiche Klage. Das Bundesverwaltungsgericht stoppte am Donnerstag (07.07.2022) die Planung zum ersten Abschnitt der Autobahn A20 in Niedersachsen und hat somit der Klage des BUND teilweise stattgegeben.

Der Bund für Umweltschutz Deutschland (BUND) war mit seiner Klage gegen den Klimakiller A20 erfolgreich. Die Grünen im Kreisverband Stade begrüßen die erfolgreiche Klage. Das Bundesverwaltungsgericht stoppte am Donnerstag (07.07.2022) die Planung zum ersten Abschnitt der Autobahn A20 in Niedersachsen und hat somit der Klage des BUND teilweise stattgegeben. Der erste von 12 Bauabschnitten in Niedersachsen wurde für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt. Der Umweltverband hatte gegen den rund 13 km langen Abschnitt geklagt, da der Neubau der A 20 zu massiven Schäden an Klima, Natur und Umwelt führen würde und der Bedarf nicht gegeben sei.

Barbara Zurek und Lea Zimmermann, beide sind Sprecherin des Grünen Kreisverbandes Stade, sehen die Autobahn A20 parallel zur Küste als eine Idee aus dem letzten Jahrhundert. Sie sei das umweltschädlichste Projekt im gesamten Bundesverkehrswegeplan. Die Planungen basierten auf veralteten Prognosen für Kosten und Nutzen.

Durch die Autobahn A20 entstehen große Schäden durch die Versiegelung, 19.000 Hektar zusammenhängende Landschaft, die zerschnitten wird und sie beeinträchtigt Schutzgebiete. „Die geplante Küstenautobahn verstärkt vor allem jedoch massiv die Klimakrise“, so die Biologin Barbara Zurek, denn weit über die Hälfte der geplanten A20 führe durch Moor- und Marschgebiete. Es sei klar, dass gerade diese Lebensräume laut der Moorschutzstrategie des Bundes und des Landes Niedersachsen prioritär geschützt werden sollen. „Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass allein für die ersten beiden Abschnitte in Niedersachsen 1,8 Mio. m³ Torf ausgehoben und fast 450.000 Tonnen CO2 freigesetzt werden“, zählt Barbara Zurek auf. Wir müssen stattdessen Moore schützen und sie wieder vernässen und damit zu Klimaschützern machen, so die Kreisgrünen. Nachhaltige Verkehrspolitik setze auf den Ausbau der Bahn, den öffentlichen Nahverkehr und auf neue Verkehrs- und Transportkonzepte für den Warentransport.

„Jetzt gehört der Bundesverkehrswegeplan überprüft und erneuert“, betont Lea Zimmermann. „Anstelle einer einseitigen teuren Bevorzugung des Autoverkehrs müssen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ins Zentrum der Verkehrspolitik rücken“, so ihre Forderung.

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