Wasserknappheit in der Obstanbauregion Altes Land ist Folge des Airbus-Geländeausbaus

„Die aktuelle Wasserknappheit im Alten Land in Folge des Airbus-Geländeausbaus zeigt, dass wir nicht einfach mit unserer Natur machen können, was wir wollen", betont Eva Viehoff, Gründ Landtagsabgeordnete aus Cuxhaven. Den Obstbauern im Alten Land fehlt aktuell Wasser für die Dauerberegnungsanlagen als Frostschutz für die empfindlichen Blüten der Obstbäume. Das sind Folgen aus der teilweisen Trockenlegung des Mühlenberger Lochs für die Anfang der 2000er Jahre durchgeführten Erweiterung des Airbus-Geländes für den A380. Nach Eva Viehoff und Umweltschützern habe man wieder einmal ohne Rücksicht auf Verluste die Wirtschaft vor die Natur gestellt.

Zur aktuellen Wasserknappheit in der Obstanbauregion Altes Land sagt die regional zuständige grüne Landtagsabgeordnete Eva Viehoff:

„Die aktuelle Wasserknappheit im Alten Land in Folge des Airbus-Geländeausbaus zeigt, dass wir nicht einfach mit unserer Natur machen können, was wir wollen. Hier hat man wieder einmal ohne Rücksicht auf Verluste die Wirtschaft vor die Natur gestellt. Letzten Endes haben in diesem Fall alle verloren: Bei Airbus wird nun kein A380 mehr gebaut und den Obstbäumen im Alten Land geht das Wasser verloren.“

„Der Obstanbau im Alten Land ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region, sondern auch alte Kulturlandschaft und Tourismusmagnet. Außerdem kommt auf das Alte Land mit der Elbvertiefung eine weitere Bedrohung hinzu – die Versalzung. Die Stadt Hamburg muss endlich einsehen und zur Kenntnis nehmen, dass alle ihre Planungen nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch gravierende, vor allem ökologische Auswirkungen auf die Landkreise vor ihren Toren haben. Die Belange der umliegenden Landkreise müssen endlich durch Hamburg berücksichtigt werden.“


Hintergrund:
Laut Medienberichten fehlt den Obstbauern im Alten Land aktuell Wasser in Folge der teilweisen Trockenlegung des Mühlenberger Lochs für die Erweiterung des Airbus-Geländes für den A380 Anfang der 2000er-Jahre. Die Verkleinerung des Mühlenberger Lochs führt zu ständiger Verschlickung und somit weniger Wasserweiterleitung in die Bewässerungsgraben und Beregnungsteiche der Obstbauern. Laut der Freien Hansestadt Hamburg soll ein neuer Kanal das Problem ab August 2019 lösen. Die Obstbauern benutzen Dauerberegnungsanlagen als Frostschutz für die empfindlichen Blüten der Obstbäume.

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