
18.04.26 –
Am Samstag demonstrierten rund 15.000 Menschen in der Hamburger Innenstadt für die Energiewende.
Der Protest war Teil einer bundesweiten Aktion, zu der ein breites Bündnis aus Umwelt‑ und Sozialorganisationen – darunter die Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, WWF, Fridays for Future und der Mieterverband Hamburg – aufgerufen hatte. Anlass war der Vorstoß von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), den Ausbau erneuerbarer Energien stark einzuschränken und stattdessen verstärkt auf Gaskraft zu setzen.
Die Demonstration zog Teilnehmer*innen aus ganz Norddeutschland an. Mit mehreren Zugverbindungen fuhren viele Menschen auch aus dem Landkreis zur Demonstration. Als Sammelplatz verabredet an den Fahnen am Jungfernstieg konnten die Grünen über 50 Leute aus dem Grünen Kreisverband zählen. Parallel fanden auch in Berlin, Köln und München Großdemonstrationen statt, sodass das bundesweite Bündnis ein deutliches Signal gegen die geplanten Gesetzesvorhaben – das Netzpaket, das Gebäudemodernisierungsgesetz und ein neues EEG mit Wegfall der Vergütung für private PV‑Anlagen – sendete.
Die Kundgebung startete mittags am Jungfernstieg, führte über die Mönckebergstraße und den Stephansplatz und endete mit einer Abschlusskundgebung wieder am Jungfernstieg.
Die Teilnehmenden warnten vor einem „Frontalangriff“ auf die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa. "Die von der schwarz‑roten Koalition geplanten Maßnahmen erhöhen die Abhängigkeit von teuren fossilen Importen und gefährden die Wertschöpfung aus Wind‑, Solar‑ und naturverträglicher Biomasseenergie im Inland", so Wilfried Böhling aus dem Grünen Kreisvorstand. "Wir müssen den Ausbau flexibler Speicher und digitalisierter Netze vorantreiben und die Energiewende beschleunigen" fordert Ina Ecks, auch Mitglied im Kreisvorstand. Für alle sei derzeit die hohe Abhängigkeit von fossiler Energie mehr als deutlich. Auf vielen Plakaten brachten die Demonstrierenden zum Ausdruck: Erneuerbare Energien sorgen für Energiesicherheit und dauerhaft bezahlbare Energiepreise. Das böten Erneuerbare Energien gegenüber fossiler Energie aus autoritären Regimen. Die Demonstration verdeutlicht den wachsenden gesellschaftlichen Druck, die geplanten Einschränkungen der erneuerbaren Energien zu stoppen und die Energiewende zu verteidigen.
Gerade für unsere Region wird die Energiewende zum echten Standortvorteil. Günstige Windenergie und Wertschöpfung vor Ort bieten neben der klimapolitischen Bedeutung auch eine gute Basis für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort hier im Norden. Erneuerbare Energien ausbremsen, heißt also immer auch unsere wirtschaftliche Zukunft aufs Spiel setzen.
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