
03.04.26 –
Rund 60 Gäste haben am 30. März im Kulturforum in Buxtehude mit Sven Giegold über die Zukunft der Energiewende diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Niedersachsen und Regionen wie der Landkreis Stade von einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren können.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen machte deutlich: Wer den Ausbau der erneuerbaren Energien bremst, gefährdet nicht nur den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit, sondern verspielt auch wirtschaftliche Chancen vor Ort.
Im Zentrum des Abends stand Giegolds Konzept einer „Energiewende 2.0 – Nutzen statt Abwürgen“. Sein Ansatz: ein beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren, weniger Bürokratie und mehr Beteiligung. Konkret nannte er unter anderem eine stärkere Förderung von Aufdach-Solaranlagen, den Ausbau intelligenter Stromnetze sowie neue Instrumente wie regionale Strompreise und „Energy Sharing“, um Bürgerinnen und Bürger stärker einzubinden.
Giegold verwies darauf, dass der Ausbau von Solarenergie, Windkraft und Netzen in den vergangenen Jahren deutlich Fahrt aufgenommen habe – zugleich sei die Energiewende noch lange nicht abgeschlossen. Kritisch äußerte er sich zur aktuellen energiepolitischen Linie von Katharina Reiche im Bundeswirtschaftsministerium. Seine Einschätzung: Der zukünftige Strombedarf werde unterschätzt, obwohl Deutschland für Industrie, Digitalisierung und neue Anwendungen deutlich mehr sauberen und günstigen Strom benötige.
Besonders problematisch sei, dass der Ausbau der Erneuerbaren zunehmend mit Verweis auf Netzengpässe gebremst werde. Niedersachsen wäre davon in besonderem Maße betroffen. So könnte ein sogenannter Redispatch-Vorbehalt dazu führen, dass zahlreiche bereits genehmigte Windenergieanlagen nicht realisiert werden. Das hätte direkte Auswirkungen auf regionale Wertschöpfung und kommunale Einnahmen.
Gleichzeitig wurde deutlich: Ein beschleunigter Ausbau – insbesondere der Windenergie – stärkt die Regionen. Durch das niedersächsische Beteiligungsgesetz profitieren Kommunen und Anwohnende direkt von den Einnahmen aus der Stromerzeugung. Wertschöpfung bleibt vor Ort und schafft Spielräume für Investitionen.
Auch für die Wirtschaft spielt die Energiewende eine zentrale Rolle. Günstige, saubere Energie ist ein entscheidender Standortfaktor – gerade für stromintensive Zukunftsbranchen. Sie schafft die Grundlage für Innovationen, Investitionen und neue Arbeitsplätze, auch im Norden Niedersachsens.
Auf eine Frage aus dem Publikum, was jede und jeder Einzelne konkret tun kann, nannte Sven Giegold mehrere Möglichkeiten: Bürgerinnen und Bürger können sich politisch einbringen, sich an Bürgerenergieprojekten beteiligen oder selbst welche gründen. Zudem verwies er auf aktuelle Petitionen, mit denen der Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt werden kann – sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch aus der Wirtschaft:
Für Einzelpersonen: https://dabeisein.gruene.de
Für Unternehmen: https://actionnetwork.org
Darüber hinaus rief Giegold dazu auf, sich auch öffentlich zu engagieren und an der Demonstration am Samstag, den 18. April um 12 Uhr in Hamburg (Jungfernstieg) teilzunehmen. Weitere Informationen: https://www.gruene.de/auf-die-strasse-und-die-erneuerbaren-retten
Die Diskussion in Buxtehude zeigte: Die Energiewende ist für Niedersachsen und den Landkreis Stade nicht nur eine Klimafrage, sondern auch eine zentrale Frage von wirtschaftlicher Stärke, regionaler Entwicklung und gesellschaftlicher Zukunft, so Amalien Meyer für die Grünen Buxtehude-Apensen.
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