LNG-Terminal manifestieren bestehende Energieversorgungsstrukturen

„LNG ist ein fossiler Brennstoff und die Verwendung damit kein zukunftsorientiertes Verfahren zur Unterstützung der Energiewende. Wir werden dem Antrag der CDU für den Bau des LNG Terminals nicht zustimmen“, so Karin Aval, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion. Im Kreistag brachte die CDU eine Resolution für das LNG-Terminal (englisch Liquefied Natural Gas, abgekürzt LNG) ein.

10.12.18 –

„LNG ist ein fossiler Brennstoff und die Verwendung damit kein zukunftsorientiertes Verfahren zur Unterstützung der Energiewende. Wir werden dem Antrag der CDU für den Bau des LNG Terminals nicht zustimmen“, so Karin Aval, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion. Im Kreistag brachte die CDU eine Resolution für das LNG-Terminal (englisch Liquefied Natural Gas, abgekürzt LNG) ein.

Die Grünen sehen den LNG-Terminal eher als Manifestierung bestehender Energieversorgungsstrukturen, nur mit einem Erdgasbezug aus verschiedenen Importquellen. „Und hier wird auch Gas aus Fracking Prozessen mit allen negativen Umweltauswirkungen nicht ausgeschlossen“, betont Karin Aval. „Wir haben in Deutschland das Fracking aus guten Gründen ausgeschlossen, dann ist es unehrlich dieses aus dem Ausland zu unterstützen“, so Karin Aval in ihrer Begründung zur Ablehnung der Resolution.

Die Grüne Kreistagsfraktion findet die Begründung zur Resolution doch sehr dürftig. Karin Aval kann sich an keine ausführlichen Diskussionen in den Ausschüssen erinnern. Vielmehr hatten die Grünen darum gebeten, zunächst fachlich informiert zu werden. Nach Ansicht der Grünen mag es kurzfristig Vorteile im Rahmen der Luftqualität geben, wenn die Schifffahrt ihre Antriebe auf LNG umstellt und statt Schweröl zu verbrennen. Weniger Feinstaub, Schwefel, Stickoxide und ja auch etwas weniger CO2-Ausstoß. „Diesem Gesichtspunkt kann ich vordergründig durchaus positives abgewinnen“, argumentiert Karin Aval, „aber in der Gesamtbetrachtung, die aus unserer Sicht noch fehlt, tritt dies in den Hintergrund“.
LNG bringe uns keinen Schritt weiter in Bezug auf die erklärten Ziele der Bundesregierung, aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen - immerhin zu 80 % bis 2050.

Karin Aval rechnet vor: „Bis der LNG-Terminal gebaut ist und dann auch noch die Antriebstechnik der Schiffe oder auch des Schwerlastverkehrs in ausreichendem Ausmaß entsprechend umgerüstet sein werden, werden sicher noch 10 Jahre vergehen. Dann verbleiben theoretisch noch 15-20 Jahre Amortisationszeit für die Investitionen sowohl für den LNG-Terminal als auch für die Fahrzeugtechnik“. Für Karin Aval ist das kein ernst zu nehmender Zeitraum für die Einführung einer neuen Technologie, „wenn man die Ziele der Bundesregierung für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ernst nimmt“.
Karin Aval: „Vielmehr wird genau dieser Punkt die weitere Entwicklung eines wirtschaftlichen Einsatzes von klimafreundlichen Antriebstechniken wie z.B. Brennstoffzellentechnik oder Wasserstoffantriebe behindern, die es ermöglichen den Umstieg auf erneuerbare Energien voranzubringen, wie mit Verfahren zur Wasserstofferzeugung aus Windkraftüberschussstrom – Power to Gas“.

„Und unabhängig vom Import werden wir damit nicht. Unabhängig werden wir, durch den Ausbau von erneuerbarer Energie hier vor Ort“, so Karin Aval abschließend.

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2018 | Fraktion | Klimaschutz und Energie

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