BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Stade

Niedersächsischer Umweltminister Christian Meyer in Mulsum

Energiewende nutz konkret den Menschen vor Ort

26.04.26 –

Als Küstenregion spüren wir im Landkreis Stade besonders deutlich, warum entschlossenes Handeln beim Klimaschutz nötig ist. Der steigende Meeresspiegel betrifft uns mit unseren vielen Deichen entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse ganz konkret. Häufigere Starkregenereignisse bringen unser Wassermanagement zunehmend an Grenzen. Gleichzeitig nehmen Hitzetage zu – eine große Belastung besonders für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen.

Für uns ist klar: Wir dürfen davor nicht länger die Augen verschließen. Wir brauchen mehr erneuerbare Energien – für den Schutz unseres Klimas, für sichere Energieversorgung und für eine starke Region.

Darüber sprach auch der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Christian Meyer bei seinem Besuch in der Windmühle Anna Maria in Mulsum.

Erneuerbare Energien bringen Nutzen vor Ort

Dass die Energiewende auch ganz konkret den Menschen vor Ort nützt, machte Christian Meyer mit der sogenannten Akzeptanzabgabe deutlich. Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen hat dafür die rechtlichen Grundlagen geschaffen, damit Kommunen und Bürgerinnen und Bürger stärker vom Ausbau erneuerbarer Energien profitieren.

Die Akzeptanzabgabe sorgt dafür, dass Kommunen direkt profitieren, wenn vor Ort Windenergieanlagen entstehen. Betreiber müssen bis zu 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde an die Standortkommune zahlen. Dieses Geld kann für zusätzliche kommunale Aufgaben eingesetzt werden – zum Beispiel für Spielplätze, Sportstätten, Vereinsleben oder andere Projekte, die den Ort stärken.

Gerade in Zeiten knapper Gemeindekassen ist das ein pragmatischer Weg, Städte und Gemeinden zu unterstützen. Auch aus diesem Grund kann jedes zusätzliche Windrad vor Ort einen echten Mehrwert schaffen.

Hinzu kommt: Auch die Gewerbesteuer aus Windenergieanlagen bleibt stärker vor Ort. Damit profitieren Gemeinden nicht nur vom Klimaschutz, sondern auch finanziell vom Ausbau erneuerbarer Energien.

Wir werden künftig mehr Strom brauchen

Deutschland wird in Zukunft deutlich mehr Strom benötigen. Der Grund ist positiv: Immer mehr Bereiche werden klimafreundlich elektrifiziert.
Dazu gehören zum Beispiel:

Wenn wir unabhängiger von fossilen Importen werden wollen, müssen wir diesen Strom sauber, günstig und regional erzeugen. Noch immer gibt Deutschland jedes Jahr rund 80 Milliarden Euro für fossile Importe aus.

Nicht nur über Dunkelflauten reden – auch über Hellbrisen
Christian Meyer brachte es an dem Abend auf den Punkt: „Es wird immer von der Dunkelflaute gesprochen. Dabei müssen wir uns mehr Gedanken über die Hellbrise machen.“

Von einer Dunkelflaute spricht man, wenn wenig Sonne scheint und gleichzeitig wenig Wind weht. Dann erzeugen Solar- und Windkraftanlagen weniger Strom. Solche Phasen gibt es – sie machen aber nur einen begrenzten Teil des Jahres aus und können durch Speicher, flexible Stromnutzung und einen guten Netzausbau besser abgefedert werden.

Eine Hellbrise ist das Gegenteil: viel Sonne und gleichzeitig guter Wind. Dann wird besonders viel erneuerbarer Strom produziert. Genau diese Zeiten müssen wir künftig besser nutzen.

Die Aufgabe der Zukunft ist deshalb klar:

  • Stromnetze ausbauen

  • Batteriespeicher stärken

  • moderne Speichertechnologien fördern

  • intelligente Stromzähler einsetzen

  • dynamische Stromtarife ermöglichen

So kann günstiger Strom dann genutzt werden, wenn besonders viel davon vorhanden ist.

Großer Austausch in Mulsum

Über all diese Fragen diskutierten rund 50 Bürgerinnen und Bürger beim Bürgerdialog in der Windmühle Anna Maria in Mulsum. Organisiert und moderiert wurde der Abend von Markus Winter und Christian Heise, den beiden Ortsverbandssprechern des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Fredenbeck.

Der Abend hat gezeigt: Viele Menschen wollen Lösungen, die Klima schützen, Versorgung sichern und gleichzeitig den Gemeinden vor Ort konkret helfen.

Für uns Grüne ist klar: Die Energiewende gelingt dann besonders gut, wenn sie auch den Menschen vor Ort nützt.

Links:
sogenannten Akzeptanzabgabe

https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/Gesetze/Nds-Beteiligungsgesetz_Wind-PV.php

Wärmeüumpen:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/heizung-comeback-der-waermepumpe-absatz-um-55-prozent-gestiegen/100195244.html

Elektro LKWs

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/e-lkw-hoher-dieselpreis-kommt-nun-der-durchbruch-fuer-elektro-lkw/100214673.html

Kategorie

2026 | Klimaschutz und Energie

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