BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Stade

Unser Wahlprogramm 2026 für den Kreistag Stade:

Lebenswerte Orte, Klimaschutz & soziale Gerechtigkeit

Inhaltsverzeichnis

1. Lebenswerte Orte – Wohnen – Digitale Zukunft

  • Mit uns wird Bürgerbeteiligung ernst genommen
  • Mit uns steigt die Lebensqualität im Landkreis
  • Mit uns wird Sicherheit im Alltag klug, wirksam und bezahlbar
  • Mit uns wird Zugang für alle ermöglicht
  • Mit uns wird Wohnen bezahlbar, inklusiv und flächensparend
  • Mit uns bleibt der Landkreis Zukunftsstandort

2. Mobilität für alle ermöglichen

  • Mit uns wird Mobilität zur Daseinsvorsorge
  • Mit uns wird der öffentliche Nahverkehr zur echten Alternative – in Stadt und Land
  • Mit uns wird Mobilität sozial gerecht
  • Mit uns wird Radverkehr konsequent weiter ausgebaut
  • Mit uns wird Elektromobilität vor Ort vorangebracht
  • Mit uns wird die Elbfähre gestärkt
  • Mit uns wird regionale Anbindung nachhaltig gestaltet

3. Schutz unserer Lebensgrundlage

  • Mit uns wird Energie sauber, gerecht und krisenfest
  • Mit uns bleibt Umwelt- und Naturschutz weiterhin Grundlage unserer Politik
  • Mit uns wird Klima- und Ressourcenschutz zum Wirtschaftsfaktor im Landkreis Stade
  • Mit uns werden Moore gesichert und wieder vernässt
  • Mit uns werden Natur- und Landschaftsschutzgebiete gesichert und weiterentwickelt
  • Mit uns wird Artenvielfalt aktiv geschützt
  • Mit uns wird der Küsten- und Hochwasserschutz an die Folgen des Klimawandels angepasst

4. Gemeinschaft stärken

  • Mit uns wird Gleichberechtigung voran gebracht
  • Mit uns wird Bildung zukunftsfähig
  • Mit uns wird die Gesundheitsversorgung zur echten Daseinsvorsorge
  • Mit uns wird das Zusammenleben im Landkreis gestärkt

1 Lebenswerte Orte – Wohnen – Digitale Zukunft

Lebenswerte Orte entstehen, wenn Alltag vor Ort klappt: Begegnung und Teilhabe, lebendige, begrünte und klimaresiliente Ortskerne, bezahlbares Wohnen, sichere Versorgung in Krisen – und eine digitale Verwaltung, die Menschen wirklich hilft. Wir GRÜNEN wollen, dass der Landkreis Stade lebenswert, bezahlbar, klimafit und zukunftsfähig bleibt – in Stadt und Land. Klimafolgen, Wohnungsdruck und Digitalisierung treffen den Alltag längst – und wir wollen, dass der Landkreis auf diese Herausforderungen angemessen reagiert.

Mit uns wird Bürgerbeteiligung ernst genommen

Gute Politik entsteht nicht am Reißbrett. Wir GRÜNEN setzen auf echte Beteiligung: frühzeitig, transparent und mit Rückmeldung, was aus Ideen wird. Besonders wichtig ist uns dabei die Perspektive von Kindern und Jugendlichen – denn sie nutzen öffentliche Räume, Mobilität, digitale Angebote und Freizeitorte jeden Tag. Deshalb wollen wir Beteiligung so gestalten, dass sie für junge Menschen wirklich funktioniert: altersgerecht, verständlich, vor Ort und digital, auf die auch die Umsetzung folgt.

Wir unterstützen den Landkreis auf dem Weg zum „kinderfreundlichen Landkreis“ und wollen diesen konsequent weiter gehen.

Mit uns steigt die Lebensqualität im Landkreis

Gute Orte brauchen Räume, in denen Menschen sich begegnen können – einfach zugänglich, vielseitig nutzbar und digital gut angebunden. Gleichzeitig müssen wir unseren Landkreis an Hitze, Starkregen und Trockenheit anpassen: mit mehr Grün, mehr Schatten, mehr Wasser im Ort, weniger Versiegelung und mehr standortgerechten Bäumen.

Das Schwammstadt-Prinzip – entsiegeln, versickern, zurückhalten – bildet Reserven, schützt vor Schäden, verbessert das Mikroklima, stärkt die Aufenthaltsqualität und kann langfristig kommunale Haushalte entlasten. Bäume leisten dazu einen wichtigen Beitrag: Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung, speichern Wasser und machen Orte lebenswerter. Wir gehen den Weg des „Klimakonzepts 2030“ konsequent weiter, um insbesondere Klimaanpassung im Landkreis und seinen Kommunen zu verankern.

Lebensqualität heißt auch: Natur erleben können. Gute Wanderwege nach Qualitätsstandards stärken Naturschutz, Naherholung und regionale Wirtschaft – von Hofläden bis Gastronomie.

Wir unterstützen außerdem eine gemeinsame touristische Vermarktung des Landkreises auch Kreisgrenzen übergreifend. Wir fördern den Landkreis als nachhaltiges Reiseziel, das Naturerlebnis, Kultur und lokale Betriebe verknüpft, barrierefrei zugänglich ist und so die regionale (Land-)Wirtschaft stärkt. Dabei setzen wir auf umweltfreundliche Mobilität und barrierefreie Angebote, damit Tourismus allen offensteht.

Mit uns wird Sicherheit im Alltag klug, wirksam und bezahlbar

Sichere Wege und Plätze gehören zur Daseinsvorsorge – gerade für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen und FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen). Wir setzen auf Maßnahmen, die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig Energie sparen: mehr Straßenlaternen mit Bewegungsmeldern, wo es sinnvoll ist, um dunkle Wege und Übergänge besser auszuleuchten und Kosten zu senken. Das Ziel muss sein, dass sich alle Menschen angstfrei und sicher bewegen können, auch unabhängig vom Alter. Hier kann der Landkreis zum Beispiel durch Austauschformate und Informationen Hilfestellung für Städte und Gemeinden bieten.

Mit uns wird Zugang für alle ermöglicht

Teilhabe beginnt beim Zugang zu Information und Angeboten. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen im Landkreis Stade Informationen und Dienstleistungen barrierefrei nutzen können – digital und analog. Dazu gehören einfache Sprache, gut auffindbare Informationen sowie Lösungen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Barrierefreiheit ist für uns kein Extra, sondern Voraussetzung dafür, dass Verwaltung und öffentliche Angebote wirklich für alle da sind.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass Wege, Plätze, Haltestellen und öffentliche Gebäude im Landkreis Stade konsequent barrierefrei gestaltet werden – für Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen und alle, die auf eine zugängliche Infrastruktur angewiesen sind. Dazu gehören abgesenkte Bordsteine, gut erkennbare Leitsysteme, barrierefreie Mobilitätsangebote sowie verständliche Informationen. Unser Ziel ist ein öffentlicher Raum, der niemanden ausschließt.

Mit uns wird Wohnen bezahlbar, inklusiv und flächensparend

Wohnen darf kein Luxus werden. Wir setzen uns für sozial gemischte, generationengerechte Quartiere mit kurzen Wegen ein – alltagstauglich für alle Lebenslagen. Damit wir Natur und Flächen schützen, gilt „Innenentwicklung zuerst“: Leerstände aktivieren, Baulücken nutzen, umnutzen und klug nachverdichten – statt immer neue Baugebiete auf der grünen Wiese. Wir unterstützen außerdem den Aufbau und die Stärkung kommunaler und gemeinwohlorientierter Wohnungsbaugesellschaften.

Nachverdichtung muss dabei klima- und gesundheitsgerecht sein: Entsiegelung, Grünflächen und Schattenplätze gehören dazu; zusätzliche versiegelte Stellplatzflächen sollen vermieden werden. Öffentliche Gebäude müssen vorangehen: energetisch sanieren, Photovoltaik ausbauen, Kosten senken und CO₂ vermeiden. Das „Klimakonzept“ des Landkreises muss hier möglichst schnell umgesetzt werden – ergänzt durch den Ausbau der Beratungsangebote durch die Verbraucherberatung und die Klimawerkstatt.

Wir wollen den Anteil von Sozialwohnungen deutlich steigern. Dies wollen wir als Landkreis gezielt fördern. Gleichzeitig wollen wir ein Modellprojekt einrichten, um beim Tausch von Einfamilienhäusern und Wohnungen zu unterstützen.

Mit uns bleibt der Landkreis Zukunftsstandort

Als wichtiger Energiestandort ist der Landkreis Stade ein echter Zukunftsstandort. Die bestehende Energieinfrastruktur und das große Potential bei erneuerbaren Energien bieten ideale Voraussetzungen auch für energieintensive Industrien. Dabei müssen Gewerbeansiedlungen klare Nachhaltigkeitskriterien erfüllen: erneuerbare Energie, Flächeneffizienz, und regionale Wertschöpfung. Wir wollen die Wirtschaftsförderung stärker auf grüne Zukunftstechnologien ausrichten, um Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen und nachhaltig Arbeitsplätze zu sichern.

Darüber hinaus wollen wir die lokale Wirtschaft durch gezielte Beratung unterstützen und auf dem Weg begleiten, kreislauffähig und klimaneutral zu werden.

Gleichzeitig gilt: Kritische Infrastruktur und Resilienz der digitalen Verwaltung weiter schützen – Cyberangriffe richten hohen Schaden an und gefährden im Ernstfall Versorgung und Gesundheit.

Mit uns wird die Verwaltung bürgernah

Digitalisierung muss Menschen dienen. Wir wollen eine Verwaltung, die Ende-zu-Ende digital arbeitet – barrierearm, verständlich und zusätzlich analog erreichbar ist. Wir wollen, dass Bürger*innen möglichst viele und zunehmend mehr Anliegen an die Verwaltung online von zu Hause aus erledigen können.

Wir wollen das Kreishaus zu einer bürgernahen serviceorientierten Verwaltung entwickeln, die pro-aktiv alle Bürger*innen bei Anliegen und Vorhaben unterstützt und begleitet. Anliegen sollen in Richtung Umsetzbarkeit bewegt werden, anstatt diese aufgrund gesetzlicher Hürden und „Nichtzuständigkeit“ zu verhindern und abzulehnen.

Wir unterstützen unsere älteren Bürger*innen im Landkreis durch den Erhalt und Ausbau von Programmen, wie „eingeloggt!“.

Wir setzen möglichst auf freie Software/Open Source aus Niedersachsen, Deutschland und Europa, um digitale Souveränität und Transparenz zu stärken.

2. Mobilität für alle ermöglichen

Gute Mobilität entsteht nicht am Reißbrett. Mit uns wird deshalb das Gesamtverkehrskonzept für den Landkreis Stade zeitnah und konsequent umgesetzt und – wo nötig – weiterentwickelt.

Mit uns wird Mobilität zur Daseinsvorsorge

Mobilität ist Daseinsvorsorge – besonders im ländlichen Raum. Sie entscheidet darüber, ob Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, ob sie zur Arbeit kommen, einen Arzttermin wahrnehmen oder soziale Kontakte pflegen. Mit uns wird Mobilität klimafreundlich, sozial gerecht und für alle Menschen zugänglich – unabhängig von Alter, Einkommen, Behinderung oder Lebenssituation. Unser Ziel ist ein Verkehrssystem, das Alternativen zum eigenen Auto schafft und den Landkreis Stade lebenswert erhält.

Mit uns wird Mobilität sozial gerecht

Mobilität darf nicht am Geldbeutel scheitern. Wir wollen prüfen, wie wir Menschen mit geringem Einkommen im Landkreis gezielt mit Sozialtickets unterstützen können. Hier im Landkreis Stade setzen wir uns dafür ein, für alle Schüler*innen ein kostengünstiges Nahverkehrsticket zu ermöglichen. Damit erleichtern wir jungen Menschen den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr und stärken soziale Gerechtigkeit im Landkreis. Langfristig muss das Ziel sein, allen Menschen ein kostenloses Deutschlandticket zu ermöglichen.

Mit uns wird der öffentliche Nahverkehr zur echten Alternative – in Stadt und Land

Mit uns wird der öffentliche Nahverkehr im Alltag zuverlässig funktionieren und Stadt und Land besser miteinander verbinden. Wir setzen uns für einen bedarfsgerechten Ausbau des ÖPNV, für kreisübergreifende Busverbindungen und für eine gute Anbindung der Bahnhöfe ein. So wird der ÖPNV zu einer echten Alternative – nicht nur für den Weg zur Arbeit, sondern auch für Einkäufe, Arztbesuche und Freizeit.

Wir wollen die Zuverlässigkeit der Pendlerstrecken im Landkreis (zum Beispiel die Schienenverbindung Cuxhaven – Hamburg) deutlich erhöhen und das Angebot ausbauen.

Im ländlichen Raum sind dabei flexible Mobilitätslösungen unverzichtbar. Mit uns werden Modellversuche für On-Demand-Verkehre – wie sie bereits zwischen Harsefeld und Horneburg erprobt werden sollen – ausgewertet und weiterentwickelt. Gleichzeitig sorgen wir für verlässliche Angebote im Alltag: Bis neue Technologien wie z.B. autonomes Fahren im ländlichen Raum tatsächlich nutzbar sind, schaffen wir stabile Rahmenbedingungen für Bürgerbusse, Anruf-Sammel-Taxis und werben für kommunales Carsharing. So verbessern wir die Erreichbarkeit von Dörfern und ländlichen Räumen Schritt für Schritt – realistisch, bedarfsgerecht und vor Ort angepasst.

Mit uns wird Mobilität sozial gerecht

Mobilität darf nicht am Geldbeutel scheitern. Wir wollen prüfen, wie wir Menschen mit geringem Einkommen im Landkreis gezielt mit Sozialtickets unterstützen können. Hier im Landkreis Stade setzen wir uns dafür ein, für alle Schüler*innen ein kostengünstiges Nahverkehrsticket zu ermöglichen. Damit erleichtern wir jungen Menschen den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr und stärken soziale Gerechtigkeit im Landkreis. Langfristig muss das Ziel sein, allen Menschen ein kostenloses Deutschlandticket zu ermöglichen.

Mit uns wird Radverkehr konsequent weiter ausgebaut

Das Fahrrad ist ein zentrales Verkehrsmittel der Zukunft – auch im Landkreis Stade. Bereits heute wird am Ausbau eines Radverkehrsnetzes gearbeitet.

Mit uns wird dieser Weg konsequent weitergegangen. Wir setzen im Kreistag zusammen mit allen Akteuren – Städte, Gemeinde, Land und Bund - einen klaren Fokus auf den Ausbau eines zusammenhängenden Radwegenetzes mit sicheren Verbindungen zwischen den Orten. Dazu gehört auch die Umsetzung einer leistungsfähigen Schnellradverbindung nach Hamburg. So machen wir Radfahren alltagstauglich, sicher und attraktiv. Gerade auf kurzen Strecken kann das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto sein.

Mit uns wird Elektromobilität vor Ort vorangebracht

Der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe beginnt vor Ort. Mit uns wird der flächendeckende Ausbau öffentlicher Ladesäulen vorangetrieben. Kommunale Fahrzeugflotten sollen bei Neuanschaffungen konsequent auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden. Auch der öffentliche Nahverkehr muss weiter elektrifiziert werden, um CO₂-Emissionen zu senken und die Lebensqualität im Landkreis zu verbessern. Dies gilt insbesondere für Elektrobusse und die Bahnstrecke über Stade hinaus.

Mit uns wird die Elbfähre gestärkt

Wir lehnen den Bau der A20 mit einem neuen Elbtunnel entschieden ab. Die A20 ist ein extrem teures und ineffizientes Großprojekt, das wertvolle Moor- und Naturräume zerstört und keinen nachhaltigen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme leistet. Stattdessen unterstützen wir die Pläne, die Elbquerung über die Fähre Wischhafen-Glückstadt zukunftsweisend auszubauen, elektrifiziert und mit erhöhter Kapazität bei geringerer Fährzeit. Eine solche leistungsfähigere und bezahlbare Fähranbindung kann schneller verwirklicht werden, die Staus abbauen und eine verlässliche Verbindung für Pendler*innen, Wirtschaft und Landwirtschaft, sowie Rad- und Fußverkehr gewährleisten – klimaschonend und mit weniger Flächenverbrauch als bei einem unsinnigen Autobahnprojekt.

Mit uns wird regionale Anbindung nachhaltig gestaltet

Eine zukunftsfähige regionale Entwicklung braucht eine leistungsfähige und nachhaltige Infrastruktur. Mit uns wird die Schienenanbindung des Wirtschafts- und Hafenstandorts Stade gestärkt – insbesondere durch die Verlegung und Weiterentwicklung des Industriegleises Stade-Bützfleth. Diese Maßnahme muss unabhängig von weiteren Autobahnprojekten umgesetzt werden. So stärken wir den Wirtschaftsstandort, belassen den Güterverkehr auf der Schiene und entlasten die Anwohnenden an der alten Strecke und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Wir setzen uns weiterhin neben der geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecken Stade-Cuxhaven, auch für die durchgehende Zweigleisigkeit ein. Bei der Reaktivierung der Strecke des Moorexpresses (Stade - Bremervörde) für den regulären Nahverkehr unterstützen wir die Weiterführung von Stade nach Himmelpforten.

Wir lehnen die Planung für den Ausbau der A26-Abfahrt in Buxtehude über die Rübker Straße weiterhin ab und plädieren konsequent für umsetzbare Alternativen (zum Beispiel: Verschiebung der Ausfahrt)

3. Schutz unserer Lebensgrundlage

Mit uns wird Energie sauber, gerecht und krisenfest

Unser Landkreis soll ein Vorbild für eine sozialverträgliche Energiewende werden. Dazu gehört auch die Stärkung von Bürgerenergie und Energiegenossenschaften, damit Menschen vor Ort direkt an der Energiewende beteiligt werden. Intelligente und flächeneffiziente Energieinfrastruktur (Netzausbau und Speicherung) soll uns dabei helfen, unser Kultur- und Landschaftsbild zu erhalten. Hierbei setzen wir konsequent auf Synergien und Abstimmung mit den beteiligten Akteur*innen – insbesondere unseren lokalen Partner*innen.

  1. Mit uns bleibt Umwelt- und Naturschutz weiterhin Grundlage unserer Politik

Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist unverzichtbar für Klimaschutz, Lebensqualität und wirtschaftliche Zukunft im Landkreis Stade. Mit uns wird Umwelt- und Naturschutz weiter konsequent mitgedacht – von der Fläche bis zur Küste, von den Mooren bis in die Städte.

Mit uns bleibt Umwelt- und Naturschutz weiterhin Grundlage unserer Politik

Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist unverzichtbar für Klimaschutz, Lebensqualität und wirtschaftliche Zukunft im Landkreis Stade. Mit uns wird Umwelt- und Naturschutz weiter konsequent mitgedacht – von der Fläche bis zur Küste, von den Mooren bis in die Städte.

Mit uns wird Klima- und Ressourcenschutz zum Wirtschaftsfaktor im Landkreis Stade

Wir wollen Rohstoffe und Produkte länger im Kreislauf halten und Wiederverwendung, Reparatur, Aufbereitung, Leihen und Tauschen als regionale Wirtschaftsfelder stärken. Der Landkreis soll seine Hebel in Abfallwirtschaft, Beschaffung, Wirtschaftsförderung, Schulen, kreiseigenen Einrichtungen sowie bei Bau- und Infrastrukturprojekten konsequent nutzen. So schaffen wir regionale Wertschöpfung, sparen Energie und Ressourcen und stärken Betriebe, die zukunftsfähig wirtschaften.

Um planetare Grenzen einzuhalten, wollen wir Landwirtschaft und den ländlichen Raum beim ökologischen Wandel unterstützen – mit besseren Bedingungen für Boden-, Wasser-, Arten- und Moorschutz, Klimaanpassung, tiergerechtere Haltung, Ökolandbau und regionale Vermarktung.

Mit uns werden Moore gesichert und wieder vernässt

So reduzieren wir Treibhausgasemissionen, speichern Wasser in der Landschaft und dämmen die Folgen von Extremwetterereignissen ein. Wir nutzen gezielt Forschungs- und Förderprogramme, um Moore als natürliche Klimaschützer dauerhaft zu erhalten. Wir gehen den kooperativen Weg zum Moorschutz mit den Nachbarlandkreisen weiter.

Mit uns werden Natur- und Landschaftsschutzgebiete gesichert und weiterentwi-ckelt

Sie schützen Artenvielfalt, dienen als wichtige Forschungsräume und erhalten kulturell und sozial bedeutsame Landschaften. Gleichzeitig stärken wir Umweltbildung und unterstützen Programme, die Natur erlebbar machen und Wissen vermitteln. Zudem setzen wir uns für die Erhaltung und die Ausweitung von Waldflächen im Landkreis ein.

Mit uns wird Artenvielfalt aktiv geschützt

Wir erhalten Lebensräume durch naturnahe Flächenentwicklung und eine bessere Vernetzung geschützter Gebiete, sowie den Ausbau der Förderung von Blühstreifen.

Mit uns wird der Küsten- und Hochwasserschutz an die Folgen des Klimawandels angepasst

Dazu gehören gezielte Deicherhöhungen und die Schaffung von Überschwemmungsgebieten, sowie die Stärkung von Hochwasser-Katastrophenschutzstrukturen entlang von Elbe, Lühe, Aue, Este, Schwinge und Oste.

Außerdem wollen wir durch naturnahe Flächen, renaturierte Oberflächen und intelligente Wasserkonzepte die Kanalisation entlasten und die Folgen von Starkregenereignissen mindern. Die gezielte Förderung von Entsiegelung kann außerdem helfen, den Wasserhaushalt zu verbessern. Dies ist gleichzeitig ein Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz.

4. Gemeinschaft stärken

Mit uns wird Gleichberechtigung voran gebracht

Feministische Politik heißt für uns: Zeit, Geld und Sicherheit gerechter verteilen. Auch hier im Landkreis setzen wir uns als feministische Partei aktiv für die vollständige Gleichstellung ein – damit Sorgearbeit nicht zur Überlastung oder Armutsfalle wird.  Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Pflege, Unterstützung im Alltag) wird noch immer überwiegend von Frauen geleistet. Wir stärken deshalb Entlastungs- und Beratungsangebote für Familien, Alleinerziehende und pflegende Angehörige – zuverlässig, niedrigschwellig und gut erreichbar.

Zum Zusammenleben gehört auch Sicherheit: Wir stärken Prävention sowie Beratungs- und Unterstützungsstrukturen gegen häusliche und sexualisierte Gewalt (Frauenhäuser und angegliederte Beratungsstellen) und fordern einen weiteren Ausbau, sowie nachgeschaltete sichere Wohnungen für Alleinerziehende. Wir unterstützen das kreisübergreifende Projekt für Beratung und Therapieangebote für Männer mit einem Gewaltproblem.

Außerdem wollen wir die Gleichberechtigung von Frauen am Arbeitsplatz vorantreiben: Wir streben an, dass mindestens die Hälfte der Führungspositionen mit Frauen besetzt werden, die Aufstiegsmöglichkeiten gerecht verteilt werden, gleiche Arbeit gleich bezahlt wird und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert wird.

So wird Gleichberechtigung im Landkreis Stade konkret und spürbar.

Mit uns wird Bildung zukunftsfähig

Bildung ist der Schlüssel zu Teilhabe, Demokratie und Zukunftsfähigkeit. Der Landkreis Stade übernimmt Verantwortung dafür, dass Bildungseinrichtungen ihre Aufgaben erfüllen können – unabhängig vom Wohnort, Schulform und finanzieller Situation der Eltern.

Wir wollen die kreiseigenen Schulen weiterhin bedarfsgerecht ausstatten: mit ausreichend und intakten Räumen, moderner digitaler Infrastruktur und verlässlichem technischem Support. Wir setzten uns dafür ein, dass die Schulen angemessene Unterstützung durch Fachpersonal erhalten. Das gilt insbesondere für die Inklusion, gerade mit dem Blick auf das Ende der Förderschulen L im Landkreis. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass alle Schüler*innen die Möglichkeit haben, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern, in der Schule ein Mittagessen zu bekommen.

Wir unterstützen ausdrücklich die Kooperationsvereinbarung zwischen Kultusministerium und den Landkreisen Stade und Cuxhaven, um die Versorgung mit Lehrkräften vor Ort zu verbessern. Außerdem wollen wir das Bildungsbüro im Landkreis in der jetzigen Personalstärke dauerhaft erhalten und weiterentwickeln, um die Strahlkraft dieses wichtigen Vernetzungsinstruments zu verstetigen.

Frühkindliche Bildung stärken wir durch den Erhalt des flächendeckenden Kita-Angebotes gemeinsam mit den Kommunen und den weiteren Ausbau von Förderprogrammen für die Fachkräftegewinnung. Gleichzeitig setzen wir auf lebenslanges Lernen: Über die konsequente Förderung der Erwachsenenbildungseinrichtungen, wie z. B. der Volkshochschulen, ermöglichen wir allen Menschen Zugang zu Weiterbildung, Sprachkursen und Medien- und Digitalkompetenz – bezahlbar und wohnortnah.

Wir stehen dafür ein, dass außerschulische Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen, dem Kreisjugendring und den Jugendkonferenzen im Landkreis weiterhin die gute und bewährte Unterstützung bekommt.

Mit uns wird die Gesundheitsversorgung zur echten Daseinsvorsorge

Eine qualitativ gute und wohnortnahe Gesundheitsversorgung ist Teil der Daseinsvorsorge.

Wir erhalten die Elbe Kliniken in kommunaler Hand und setzen uns für den Ausbau der Kernkompetenzen der jeweiligen Standorte ein. Neue Institutsambulanzen an den Kliniken versorgen die Bürger*innen auch ambulant.

Zur Entlastung der schwierigen niedergelassenen hausärztlichen Versorgung können weitere medizinische Versorgungszentren dienen. Die medizinische und pflegerische Versorgung muss für den Landkreis neu gedacht und neugestaltet werden. Hierbei hilft der Einsatz von Physician Assistants in der Ausführung von deligierbaren ärztlichen routinemäßigen Aufgaben und der Ansatz der Telemedizin. Das etablierte Programm „Landgang“ wird fortgesetzt und erweitert, sowie die fakultätische medizinische Kooperation mit der Universität in Riga.

Mobilität im Alter ist ein Baustein zum Schutz vor Einsamkeit. Wir streben an, mehr in die Präventionsangebote für den Erhalt der Mobilität von Bürger*innen zu investieren. Das Angebot des Senior*innen- und Pflegestützpunktes muss ausgebaut werden, um im Rahmen des Demografischen Wandels und steigender Kosten für die Versorgung Pflegebedürftiger pflegenden Angehörigen mehr Unterstützung bieten zu können.

Die Versorgung von Schwangeren im Landkreis muss verbessert werden. Hierzu wollen wir uns dafür einsetzen, den dualen Studiengang für die Hebammenausbildung zurück in den Landkreis zu holen.

So schaffen wir eine wohnortnahe und verlässliche Versorgung.

Mit uns wird das Zusammenleben im Landkreis gestärkt

Zusammenleben bedeutet mehr als nebeneinander zu wohnen – es lebt von Respekt, Teilhabe und gegenseitiger Unterstützung. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Identität - im Landkreis gut leben und sich engagieren können. Das beginnt bei den jüngsten und reicht bis hin zu unseren ältesten Mitbürger*innen.

Ergänzend wollen wir prüfen, ob ein wissenschaftlich begleiteter Modellversuch zum Grundeinkommen im Landkreis Stade umgesetzt werden kann, um neue Wege für soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe zu erproben.

Wir wollen Angebote für alle junge Menschen systematisch stärken. Das Ziel muss sein, Kinder- und Jugendangebote und Anlaufstellen auszubauen (z.B. Fortführung des Beratungsangebotes PACE) und sichere Treffpunkte, auch selbstgeführte, zu erhalten und zu initiieren.

Der demografische Wandel erfordert neue Antworten auf Wohnen, Pflege und soziale Teilhabe. Neben Bewegung sind hier Kontakt und Kommunikation wesentlich. Der Landkreis muss hier Impulse setzen, fördern und vernetzen.

Wir wollen den Landkreis Stade zu einem altersfreundlichen Landkreis mit barrierefreien Angeboten, guter Erreichbarkeit und sozialer Infrastruktur (Orientierung am Rahmen der WHO «Age-friendly City») weiterentwickeln.

Außerdem unterstützen wir – wo möglich – Mehrgenerationen-Wohnprojekte und gemeinschaftliche Wohnformen in Zusammenarbeit mit Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften. Wir fördern Nachbarschafts-, Quartierzentren und andere Projekte, die Begegnung und Solidarität zwischen Generationen und Kulturen fördern.

Ein besonderer Pfeiler unseres Zusammenhalts ist das ehrenamtliche Engagement – in Feuerwehr, Rettungsdiensten, Vereinen, Kinder- und Jugendfreizeiten, Kultur und weiteren Freizeitbereichen sowie im politischen Bereich. Wir unterstützen dieses Engagement aktiv und setzen uns dafür ein, dass alle Menschen, die ein Ehrenamt ausüben wollen, dies auch ohne Repressalien tun können. Arbeitgeber sollen das Ehrenamt mit unterstützenden Regelungen zur Freistellung würdigen. Gewalt gegen Helfende ist ein Tabu.

Orientiert am Förderprogramm „Demokratie leben!“ des Bundes wollen wir Initiativen stärken, die sich für Demokratie und gegen Extremismus einsetzen.

Kontakt

Kreisverband Stade
Ortsverband Stade
Grüne Jugend Stade

Neue Straße 8
21682 Stade
Telefon: 04141-4086023
info(at)gruene-stade.de

Öffnungszeiten:
Mo.: 16:30 bis 18:00 Uhr
Mi.:  10:00 bis 13:00 Uhr
Fr.:  15:00 bis 17:00 Uhr 

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